Hallihallo ihr Lieben,
es sind zwar wieder ein paar Tage ins Land gegangen (wovon ihr bis Freitag nichts verpasst habt, da wir nichts anderes taten, als recherchieren, zur Uni gehen und … mhhhh… sonst nichts), bis wir es endlich mal wieder vor einen funktionierenden Internetanschluss schafften, aber dafuer gibt es viel zu berichten UND: Endlich mal viele Bilderchen…
Da wir die letzten Wochen voller Neid mitansehen mussten, wie unsere Mitstudenten, wann immer sie konnten und vor allem am Wochenende grosse Touren machten, haben wir beschlossen – wir muessen auch mal. Gesagt, getan, Auto am Samstag gemietet und Rike hatte ihre ersten Linksfahrerlebnisse. Einmal durch die ganze Stadt und sie hat’s super hingekriegt. Zufaelligerweise fanden wir auf einer Anhoehe ein Plaetzchen mit einer Wahnsinnsaussicht ueber ganz Johannesburg (von den Einwohnern liebevoll Jozi genannt). Am Abend dann haben wir mal wieder kurz bei Stephane vorbeigeschaut – bisschen Poolplanschen gespielt und auf Grund meines ploetzlichen Heisshungers auf Schwarzwaelderkirschtorte (die kosten hier in der Bakeryabteilung des Supermarktes: 4,90 Euro und ist ne richtige Torte) auch diese genossen.
Diesmal gings aber relativ frueh heim, da wir am Sonntag um 3Uhr morgens aufstehen mussten. Wir hatten naemlich Grosses vor. Grosses heisst hier: ein Tagesausflug nach Pilanesberg Game Reserve, ein Wildlife Animal Park etwa 180 km von Jozi entfernt.
Voellig verschlafen und fertig haben wir vier (Elly, Jacques, Rike und ich) uns also des nachts (4Uhr morgens) auf den Weg gemacht gen Nord-Westen Suedafrikas. Da es hier Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt (max. 120Km/h), die Strassen oftmals unter aller Sau sind und die Mietwaegen (wie beim letzten Mal: 2er Golf-Klasse aus den 80 Jahren, auch wenn hier noch neu gebaut) nicht grad viel Bums haben, brauchten wir natuerlich ein wenig und kamen gegen 7.20Uhr an. Zuerst wollten wir eine gefuehrte Tour machen, waren dafuer aber zu spaet dran und ne Private haette glatt mal 300Euro gekostet. Also haben wir uns wieder in unser ausserordentlich dankbares Vehicle gesetzt und sind damit durch die Wildlifesteppe von Pilanesberg geduest. D.h. von morgens um 8Uhr bis abends 19Uhr mit rund 20km/h toujours, mal abgesehen von unseren Paeuschen. J
Das erste, was wir entdeckten, war ein Zebra, was uns schon am Entrygate erwartete, dann sahen wir ein paar Impalas und weitere Zebras. Auf der spannenden Suche nach Elefanten und Co. Sahen wir dann von Weitem eine Herde Giraffen. Voller Freude haben wir alle Kameras draufgehalten, waehrend die sich weiter auf den Weg machten. Aber das Glueck war uns hold, sie liefen quasi zur Strasse, wo wir gerade herkamen. Also alle Mann zurueck, der Herde hinterher und schon hatten wir sie zum Anfassen nahe etwa 5 Meter neben unserem Auto.
Danach sah’s leider etwas Mau aus mit unseren Tierfreunden. Das lag dann aber wohl eher an der Hitze, da man hier freilebende Tiere zwischen 10-16Uhr nicht mehr zu Gesicht bekommt. „Gut“, dachten wir uns, ham ja noch die schoene Landschaft und tuckerten also so vor uns hin, bis wir an einen grossen See kamen, wo uns Leguane, Schildkroeten und kleine Voegelchen in wahnsinns Gefiederfarben erwarteten. Spaeter haben wir am zentralen Aussichtspunkt aus einer Zeltkueche gefuttert und uns etwas ausgeruht mit einem wunderschoenen Landschaftsblick sowie einer Gnuherde und Pumbas (ihr wisst schon, die Schweineart aus Koenig der Loewen) vor der Nase. Was Rike dazu verleitete evtl ihre Karrierewuensche zu aendern: neuerdings will sie Dokumentarfilmerin werden.
Danach haben wir uns einen der Huegelchen vorgenommen, um ohne Tierwelt die Aussicht von oben zu geniessen. Dort war ne kleine Holzbank mit Dach aufgebaut. Und naja – die Welt ist klein: ploetzlich kam unser Leiter fuer Auslandsbeziehungen aus Deutschland (Herr Schieber), der am Donnerstag in Suedafrika angekommen war, um die Ecke… J
Etwas verstoert, weil Herr Schieber spaeter angekommen, aber mittlerweile schon mehr Tiere gesehen hatte als wir, sind wir weiter.
Aber wir hatten wirklich Glueck. Zunaechst konnten sich die Nashoerner Rike’s scharfen Blick nicht entziehen und wir spielten Paparazzi auf dem Autodach, dann liefen uns die Gnus und Zebras nur so vor’s Auto. Vorallem ein Zebrajunges, was bei seiner Mutter gerade trank, zog unsere ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich. Soooooo suess!
Achja und dann: dann kam Franky. Franky, eine Art Wuestenfuchs, fand aeusserst Gefallen daran, mind. ne Viertelstunde auf der Strasse vor uns her zu laufen, immer wieder anzuhalten, um zu gucken, wo wir bleiben und dann wieder weiter zu rasen. Irre. Ham ma natuerlich schoen mitgefilmt. J
4) Etwas enttaeuscht, dass wir keine Elefanten, Loewen und Hippos gesehen hatten, wollten wir uns dann langsam auf den Heimweg machen, da es schon rund 18h war und um 19h die Tore des Parkes schliessen wuerden und wir nicht mehr rausgekommen waeren. Da hielt ein uns entgegenkommender Wagen und erzaehlte uns, wenn wir noch schnell den Hippodrive nehmen, wuerden wir im Wasser wenigstens Hippoohren sehen koennen. Aber es kam noch besser: als wir am See ankamen, sind die Hippos gerade aus dem See geklettert. Einer nach dem anderen, sich jeweils in den Hintern beissend. Sehr lustig!








